ARCHITEKTEN
WAM Arquitectos
JAHR
2012
STANDORT
Santa Catarina, Mexiko
KATEGORIE
Fabrik
Textbeschreibung der Architekten.
Das Projekt umfasst eine Lagerhalle sowie ein Verwaltungs- und Servicegebäude. Beide Gebäude vervollständigen ein Projekt bestehender Industrieanlagen, die seit 2001 von demselben Unternehmen entwickelt wurden.
Das neue Grundstück umfasst 3,7 Hektar. Die neuen Baukörper wurden campusartig angeordnet; eine 2.000 m² große Freifläche wurde als Garten vorgesehen, der das alte Areal anbindet und zugleich das Herzstück des gesamten Projekts bildet.
Diesen offenen Bereich als Garten zu belassen, war eine konzeptionelle, aber auch die schwierigste Entscheidung, da es sich um „unproduktive“ Quadratmeter für das Unternehmen handelte. Die gemeinsame Entscheidung mit dem Bauherrn, diesen Bereich zu erhalten, verbesserte jedoch das Erscheinungsbild des Areals und schuf einen für die Mitarbeitenden besonders wertvollen Ort.
Die Lagerhalle verfügt über zwei Tragachsen von 8 × 24 Metern mit jeweils 11 Modulen, was zu einer Innenfläche von 4.300 m² führt, die mit Stahlträgern und -stützen konstruiert wurde.
Das Dach wurde so konzipiert, dass das natürliche Licht aus dem Norden genutzt wird, im Winter jedoch auch die südliche Sonne einfallen kann. Daraus ergab sich ein asymmetrisches Dach mit zwei Wellenformen: einer größeren nach Norden und einer kleineren nach Süden.
Insgesamt kann das Dach als ausdrucksstarkes Element der Lagerhalle verstanden werden. Die rote Farbgebung verleiht ihm Charakter, stellt eine Verbindung zu den bestehenden Anlagen her und stärkt die Identität des Unternehmens.
Die Hülle der Halle besteht aus horizontal gewelltem Blech und Sockelwänden aus Mauersteinen im unteren Bereich, die mit Öffnungen versehen sind, um die natürliche Beleuchtung und Belüftung auf Ebene der Arbeitskräfte weiter zu unterstützen.
Das Verwaltungs- und Servicegebäude umfasst auf 3.350 m² ein Raumprogramm mit Büros, Schulungsräumen, Laboren, Umkleideräumen für Mitarbeiter, Sanitärräumen und einem Speisebereich.
Das Gebäude in „L“-Form liegt an zwei Seiten des zentralen Gartens. Im Erdgeschoss sind die Außenerschließungswege überdacht, um einen kontemplativen Blick in den Garten zu ermöglichen.
Auf dieser Ebene befinden sich die Umkleiden und Sanitärräume, die Labore und der Speisesaal. Im Obergeschoss liegen die Büros und Schulungsräume.
Die Einzelbüros bieten Ausblicke und Terrassen zum zentralen Garten hin; zudem gibt es einen großen Raum, in dem alle Arbeitsplätze untergebracht sind, mit Hauptblickrichtung in das Innere der Lagerhalle; ein kleines Oberlicht belichtet diesen Raum auf natürliche Weise.
Das Tragwerksraster dieses Gebäudes beträgt 8 × 7 Meter und basiert auf Stützen und Stahlträgern auf Deckenplatten. Die Schulungsräume dieses Obergeschosses führen auf eine große Terrasse und weitläufige Balkone.
Die vertikale Erschließung des Gebäudes sticht im Grundrisskonzept durch ihre Lage hervor sowie dadurch, dass sie über zwei mit rotem Wellblech verkleidete Treppenmodule gestaltet ist, die zur volumetrischen Gesamtkomposition beitragen und mit dem restlichen Projekt interagieren.




























