ARCHITEKTEN
Héctor Fernández Elorza, Manuel Fernández Ramírez
BAUAUSFÜHRUNG
Idecon, S.A.U.
BAUHERR
Junta de Compensación del Sector 88/1
BAUBEGINN
1. Juli 2009
FLÄCHE
2,5 ha
BUDGET
2.598.799 Euro
PROJEKT
2008
JAHR
2011
ORT
Zaragoza, Spanien
KATEGORIE
Landschaftsarchitektur, Park
Die Grünfläche im Gebiet 88/1, Venecia Park genannt, liegt an dessen nordwestlicher Grenze und verläuft parallel zur Hispanidad Round zwischen der Glorieta de la Calle Zafiro und dem historischen Flussbett des Canal Imperial de Aragón.
Das Projekt umfasst eine linear geprägte städtische Infrastruktur mit einer Länge von 415 Metern und einer Breite von 60 Metern auf einer Fläche von etwa 2,5 Hektar.
Das Projekt löst drei Probleme: Lärm und Akustik, die Ableitung von Regenwasser und die Topografie. Der durch den Straßenverkehr auf der Hispanidad Round verursachte Lärm, der die angrenzenden Wohnhäuser beeinträchtigt, erfordert die Gestaltung einer akustischen Barriere entlang der gesamten nordwestlichen Parkkante.
Der Höhenunterschied zwischen der Plattform des neuen Viertels und der Round beträgt bis zu 14 Meter. Zur Geländesicherung wurde ein System aus Stützwänden aus bewehrter Erde entworfen.
Es besteht aus vier jeweils um 1,50 Meter zurückgesetzten Stufen aus verzinktem Stahlgitter und großen Kieselsteinen und bildet so eine Schallschutzbarriere zum Schutz des künftigen Wohngebiets.
An der südwestlichen Ecke des Parks, wo kein nennenswerter topografischer Höhenunterschied besteht, wird die akustische Abschirmung durch eine 100 Meter lange und 10 Meter hohe Zyklopenmauer gewährleistet.
Diese Mauer ist zugleich als identitätsstiftendes Zeichen konzipiert, das dem neuen Viertel seinen Charakter verleiht, und dient als Zugang zum unterirdischen Platz beziehungsweise zum außerhalb gelegenen Regenwassersammelsystem.
Das Regenwassersammelsystem ist so dimensioniert, dass es die starken Regenwasserabflüsse des Gebiets aufnehmen kann und verhindert, dass dieses Wasser direkt in das kommunale Netz eingeleitet wird, dessen Durchmesser und Kapazität unzureichend sind.
Diese große Fläche von 3.150 m², die je nach Häufigkeit und Intensität der Niederschläge als Regenwassersammelfläche genutzt wird, wurde als städtischer Raum beziehungsweise Fußgängerplatz konzipiert und gestaltet. Sie ist in diesem hoch gelegenen Teil der Stadt vor dem unangenehmen Nordwind geschützt und kann daher den größten Teil des Jahres von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden.
Vier an den Ecken dieser Infrastruktur angeordnete Treppen ermöglichen den Zugang zum unterirdischen Platz, die Verbindung mit der Plattform des Viertels und den Anschluss an das Stadtniveau.
Zusätzliche, ausreichend breite Rampen, die in der Stärke der Schallschutzmauer angeordnet sind, ermöglichen den Zugang für Service- und Wartungsfahrzeuge sowie eine vielfältigere Nutzung des Geländes.
Schließlich ist Venecia Park eine sorgfältige topografische Intervention, die die Funktionen der akustischen Abschirmung und der Regenwassersammlung ergänzt und zugleich neue Grünflächen für die Stadt schafft.
All dies wird räumlich entlang der Hispanidad Round artikuliert: durch abgestufte und miteinander verbundene Plattformen, eine Abfolge linearer oder länglicher Plätze (befestigt und begrünt), mit leichten Metallpergolen geschützte Aussichtspunkte, weitläufige Kiefernhaine sowie Fußgängerrampen, die eine Verbindung zum historischen Canal Imperial de Aragón herstellen.





























